08.06.18 Infoveranstaltung zum Hambacher Forst

Vor fünf Jahren haben Menschen die ersten Baumhäuser im Hambacher Forst bei Köln gebaut und zu bewohnen begonnen, um gegen seine Abholzung zu protestieren und aufzuhalten. Der Energiekonzern RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk) will den 12’000 Jahre alten Wald platt machen (und hat es zu grossen Teilen schon getan), um an die Kohlereserven darunter zu kommen. Mit Hilfe von Polizei und Feuerwehr lassen sie immer wieder Teile der Besetzung räumen, und schrecken nicht davor zurück, Leute monatelang in U-Haft zu stecken.

Die Besetzenden sind ein bunt zusammen gemischter Haufen. Jede*r hier hat im einzelnen andere Beweggründe, Motivationen und Aktionsvorstellungen, aber alle verbindet der Wunsch Ausbeutung von Mensch und Natur entgegenzuwirken. Hier leben und wirken Menschen mit den verschiedensten Lebensentwürfen: einige leben seit Jahren ohne Papiere und Geld, andere studieren während sie hier leben und wieder andere lohnarbeiten die Hälfte des Jahres und verbringen die andere Hälfte hier. Der Ort wird dadurch geprägt, dass viele verschiedene Menschen kommen und gehen, bauen und kreieren, kämpfen und leben. Darüber hinaus wird die Aufrechterhaltung der Besetzung durch ein Netzwerk von Unterstützer*innen bestehend aus Anwält*innen und Ärzt*innen, Anwohner*innen mit warmen Duschen und einem großen Herz, und unzähligen Menschen die zwar nicht hier wohnen, aber von zu Hause aus vieles tun um gegen Braunkohle und für eine gerechtere Welt zu kämpfen.

Auch die Rodungssaison 2018/19 wird neue Angriffe bringen, die organisiserten Widerstand erfordern.

Info- und Mobilisierungsveranstaltung am Freitag, 08.06.18 um 20:00

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05.06.18 Infoveranstaltung zu den Climate Games 2018 in Basel

Umwelt, Politik und Kapitalismus

Der Verbrauch fossiler Energieträger nimmt global weiter zu und hat 2016 zum wärmsten Jahr seit Beginn systematischer Messungen geführt. Expert*innen zufolge wurden 2017 insgesamt 37 Milliarden Tonnen Kohlendioxid durch die Nutzung von Öl, Kohle und Gas in die Atmosphäre gestossen. 70% der globalen Energiegewinnung basieren nach wie vor auf der Verbrennung ebendieser Rohstoffe.

Die Entscheidungsträger*innen des fossilen Kapitalismus zeigen bis heute ein geradezu ignorantes Verhalten. Obwohl die (wissenschaftlich unbestrittene) Klimaerwärmung schon heute in zahlreichen Regionen zu einbrechenden Ernteerträgen, Dürre, Extremtemperaturen und Umweltkatastrophen führt, deutet nichts darauf hin, dass sich die «Klimapolitik» der Herrschenden ändert. Auch die Schweizer Regierung hat trotz ambitionierter Absichtserklärungen bis heute kein Konzept, wie der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien bis 2050 realisiert werden soll.

Nicht nur wegen unseres grossen Verbrauchs an Ressourcen und Energie, sondern auch aufgrund der Präsenz zahlreicher Konzerne wie dem Rohstoffriesen Glencore oder dem Agrokonzern Syngenta trägt die Schweiz in punkto Klimawandel und Umweltzerstörung eine grosse Verantwortung. In der Schweiz ansässige Rostoffkonzerne wie Glencore und Syngenta zerstören nicht nur die Umwelt, sondern sorgen für schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Menschen, vor allem im globalen Süden. Letztere sind es auch, welche die Auswirkungen des Klimawandels am härtesten zu spüren bekommen.

Die Climate Games 2018

Sich für eine radikal andere Klimapolitik einzusetzen, ist also eine Frage der internationalen Solidarität und der Klimagerechtigkeit!  Wir sind der Ansicht, dass wir uns nicht auf unsere Regierungen und Konzerne verlassen können, wenn es darum geht, Klimawandel und Umweltzerstörung aufzuhalten. Es ist zentral, dass wir selber aktiv werden und eine breite Bewegung aufbauen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzt. Die Climate Games Basel vom 03.-13.08.18 bestehend aus einem Camp zum Wissensaustausch und zur Vorbereitung von Aktionen gegen ende der Woche bieten eine wichtige Gelegenheit, um Schritte in diese Richtung zu gehen!

Infoveranstaltung am Dienstag, 05.06.18 um 20:00

26.05.18 Konkrete Utopie: Buchvorstellung mit dem Lower Class Magazine

Mehrere Monate lang reisten Redakteure des Politblogs Lower Class Magazine (LCM) im Frühjahr 2017 durch Kurdistan. Der Weg führte sie von den Guerillacamps der Arbeiterpartei kurdistans PKK in den Bergregionen an der türkisch-iranischen Grenze über das Siedlungsgebiet der Jesid*innen im Shengal weiter in die selbstverwaltete Region Rojava in Norsyrien bis zur Front in Rakka. Die LCM-Redakteure haben nicht den Anspruch neutraler Berichterstatter, sie kamen als teilnehmende Beobachter, sie lebten und lernten mit der Guerilla und beteiligten sich mit eigenen Händen am Aufbau in Rojava. Das Rojava Komitee Zürich, Rojava Komitee Basel und die Anarchistische Gruppe Bern organisieren mit ihnen eine Rundreise in der Schweiz, bei der sie ihr Buch vorstellen werden.
 
Basel: Dienstag, 22. Mai, Wasserstrasse 39, 19 Uhr
Zürich: Donnerstag, 24. Mai, Kasama, Militärstrasse 87a, 19 Uhr
Bern: Samstag, 26. Mai, Infoladen Reitschule, 19 Uhr

28.04.18 Input und Workshop: Gemeinsam kämpfen – solidarisch mit Afrîn

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Input und Workshop zu autonomer feministischer Organisierung und Selbstverteidigung

Samstag, 28. April, 18:00 im Infoladen der reitschule. Offen für alle Genderidentitäten

Die kurdische Frauenbewegung erschafft überall, wo sie sich bewegt, beeindruckende und vorbildliche Projekte und leitet durch sie gesellschaftliche Veränderungen an. dies gelingt ihr unter anderem auch deshalb, weil sie einen hohen Organisationsgrad hat. Ihre umfassende Patrarchatsanalyse und ihre vielen nachhaltigen und konkreten Projekte, insbesondere in Rojava, haben in Deutschland und Europa vielen feministischen Menschen neue Hoffnung und Inspiration gegeben.

Wir, zwei Frauen* der Kampagne „Gemeinsam kämpfen“ mit Bezug zur kurdischen Frauenbewegung, möchten uns in diesem Input/Workshop vor allem den Themen autonomer feministischer Organisierung und der Idee und dem Konzept der Selbstverteidigung widmen. Gemeinsam mit euch wollen wir dann über folgende Fragen diskutieren:

Was können wir von der kurdischen Frauenbewegung lernen? Wie können wir uns selber autonom feministisch organisieren und somit zu einer relevanten gesellschaftlichen Kraft werden? Was bedeutet Selbstverteidigung auf allen Ebenen und wie organisieren wir sie sinnvoll? Wie heben wir den Kampf für Geschlechterbefreiung auf eine wirksame Ebene? Was bedeutet in diesem Sinne Internationalismus und der weltweite solidarische Kampf unm Befreiung? Und warum müssen wir den Angfriff auf Afrîn aus diesem Bezug heraus als einen Angriff auf die Frauenbefreiung, als einen Angriff auf uns selbst bewerten und fühlen?

Hinter diesen Fragen verbergen sich sowohl die Hintergründe und Ziele der Kampagne als auch wichtige Diskussionspunkte, um gemeinsam zu kämpfen!

Wir freuen uns auf euch!

Soli-Konzi für den Infoladen am Freitag 30.3.18

Weil wir Umbauen, Punk mögen und dringend Geld brauchen, haben wir ein schönes Programm auf die Beine gestellt. Unsere Freunde und Freundinnen von der BS29 in Ostermundigen stellen uns dafür ihren Keller zur Verfügung. Ab 21 Uhr gehts los mit GLOBAL DISORDER, NASTY PACK und SEWER BRIGADE. Eintritt ist wie immer Kollekte, natürlich ist mehr geben besser für uns. Den Anlass organisieren wir mit der Anarchistischen Büchermesse und teilen uns dann die Kohle, auf dass sie auch dieses Jahr wieder ein informatives und gutes Programm auf die Reihe kriegen.

Kommt und bringt eure Freunde und Freundinnen mit! YALLA! YALLA!

Bands:
» Sewer Brigade
Oi! Oi! Oi! Sewer Brigade bedeutet nichts anders als Kanalbrigade und liefern den Sound der Strasse. Skinhead-Streetpunk vom feinsten!
»»» https://sewerbrigade.bandcamp.com/

» Nasty Pack
Mit fettem HC-Punk beehrt uns Nasty Pack aus Leipzig auf ihrem Weg ins Kuzeb. Sie können nicht nur schnell, auch die Melodie regt zum mitsingen und mitgröhlen an.
»»» https://nastypack.bandcamp.com/

» Global Disorder
Junger Punk aus dem Osten. Die drei Rheintaler wissen wie man die Gitarre streichelt und die Drums tätschelt. Mit viel Energie und einer guten Portion Rotz.

13.03.18 Filmabend Antispeziesismus

Der Prozess – ein Film über das Verfahren gegen Antispeziesist*innen

In einem monatelangen Schauprozess wurde eine Gruppe von Antispeziesist*innen dem Versuch der Kriminalisierung nach dem sogenannten Mafia-Paragrafen ausgesetzt.

Über ein Jahr dauerte der Prozess gegen 13 Tierschützer*innen, angeklagt nach § 278, dem sogenannten Mafiaparagraphen. Ein lustiger Schildbürgerstreich der österreichischen Jagdgesellschaft oder ein Musterprozess gegen den zivilen Ungehorsam? Igor Hautzberger begleitete die aufsehenerregende Justizfarce mit der Kamera.

Programm:

18:00 Uhr: vegane KüfA
19:00 Uhr: Film „der Prozess“

Im Anschluss Diskussion über antispeziesistischer Aktivismus & Repression. Wir freuen uns auf einen gemütlichen, spannenden Abend!

10.02.18 Infoveranstaltung: Das Kiezhaus Agnes Reinhold stellt sich vor

Wir (Kiezhaus Agnes Reinhold) wollen euch am Anfang der Veranstaltung das Konzept des Kiezhaus Agnes Reinhold (kiezhaus.org) vorstellen.
Dieses soll ein Ort in Berlin Wedding werden. Hier soll Platz für nachbarschalftliche kollektive Lösungen, gemeinsame Vernetzung, Solidarität und Aktionen sein. Im Anschluss möchten wir mit euch zum Thema Notwedingkeit der nachbarschaftlichen Organisation und wie diese aussehen kann, diskutieren. Danach wollen wir zu gutem Hip Hop auf dem Vorplatz an der Piratenbar feiern und solidarisch auf das Kiezhaus ein paar Getränke trinken.

DIE INFOVERANSTALTUNG FINDET AM SAMSTAG, 10. FEBRUAR AB 19:00 IM INFOLADEN DER REITSCHULE STATT.

Flyer: Vorderseite, Rückseite

 

21.12.17 Diskussion: Sozialabbau, das isch de Hass

Die kriPo Bern (kritische Politik) präsentiert im Rahmen der Proteste gegen das geplante 185 Millionen Abbaupaket für den Kanton Bern den Dokumentarfilm Sozialabbau, das isch de Hass! Dieser zeigt den vielfältigen Widerstand gegen das Züricher 1.8 Milliarden Abbaupaket in den Jahren 2016/2017 aus der Sicht von Betroffenen, die sich gegen den Sozialabbau organisiert haben.

DER FILMABEND FINDET AM 21. DEZEMBER (DONNERSTAG) UM 20 UHR IM KINO REITSCHULE STATT. IM ANSCHLUSS (CA. 21.30 UHR) WIRD ES IM INFOLADEN DER REITSCHULE EINE DISKUSSION MIT DEN PROTAGONIST*INNEN UND MACHER*INNEN GEBEN.

Filmbeschrieb:

Die letzten zwei Jahre im Kanton Zürich waren turbulent. Im Jahr 2015 verkündete der Regierungsrat nämlich ein Kürzungspaket über 1.8 Milliarden Franken. Gespart wird beim Gesundheitswesen, bei der Unterbringung von geflüchteten Menschen, beim öffentlichen Verkehr und in der Bildung.

Doch es dauerte nicht lange, da regte sich Widerstand. Der „Tag der Bildung“ im Januar 2016 war der Ausgangspunkt zu einer grösseren und breiteren Bewegung, welche die Sparpolitik an und für sich in Frage stellte. Der Dokumentarfilm der BFS Zürich versucht einen Einblick in diese Bewegung zu geben, welche verschiedene betroffene Menschen im Kampf gegen neoliberale Politik vereint hat.

Feministisches Forum (FuF)

Feminist_innen in Bern sind in verschiedenen feministischen Gruppierungen aktiv oder organisieren sich innerhalb von anderen Gruppierungen. Was bis jetzt fehlt ist ein Gefäss, in dem man sich organisationsunabhängig vernetzen und austauschen kann bis hin zur Entwicklung gemeinsamer Visionen. Mit einer stärkeren Vernetzung zwischen Feminist_innen, aber auch anderen Gruppierungen, welche ähnliche Ziele verfolgen, wird es auch besser möglich sein, gegen die patriarchalen Machtstrukturen in unserer Gesellschaft anzukämpfen.

Das FuF möchte eine organisations-unabhängige Plattform bieten, die nicht mit politischen Parteien, Gewerkschaften oder NGOs assoziiert ist. Willkommen sind alle linken Feminist*innen in und um Bern; auch Menschen, welche nicht in bestehenden Strukturen partizipieren. Das Feministische Forum möchte auch Personen ansprechen, die ihren Fokus auf andere thematische Schwerpunkte legen (z. B. Kapitalismuskritik, Antirassismus, Migration, LGBTQIA, Anti-Speziezismus), welche jedoch mit Feminismus zusammenhängen.

Das FuF findet jeden Mittwoch ab 19:00 im Infoladen der Reitschule  statt. Das aktuelle Thema findet sich hier.